Hackern ist es gelungen, in mindestens 15 Industrieanlagen einzudringen – darunter auch deutsche. Im Verdacht steht ein ausländischer Geheimdienst.
Ein Computervirus ist in weltweit 15 Industrieanlagen eingedrungen, darunter fünf in Deutschland. Das bestätigte Siemens. Der Wurm mit dem Namen „Stuxnet“ hat es offenbar auf Steuerungssysteme abgesehen, die Siemens an andere Firmen verkauft. Bei den Kunden sei aber kein Schaden eingetreten, sagte ein Sprecher WELT ONLINE.
Der Fall sorgt trotzdem für Aufsehen, da er als einer der ersten gezielten Angriffe auf Industrieanlagen gilt. „Es handelt sich um den komplexesten Schädling, den wir in den vergangenen Jahren gesehen haben“, sagte Daniel Bachfeld, Sicherheitsexperte bei der Computerzeitschrfit c’t. Der Virus vereine praktisch alle bekannten Hacker-Tricks. Es läge deshalb nahe, dass es sich um den Probelauf eines staatlich organisierten Angriffes handele und nicht etwa um das Werk eines Hobby-Hackers.
Es gilt als offenes Geheimnis, dass viele Staaten mittlerweile Hacker für den "Cyberwar" ausbilden, um im Kriegsfall die Infrastruktur des Gegners zu sabotieren. Bei Computerexperten gab es deshalb Vermutungen, mit „Stuxnet“ hätte ein Geheimdienst einen Angriff auf iranische Atomanlagen simulieren wollen. Laut der Sicherheitsfirma Symantec befänden sich 60 Prozent der infizierten Computer tatsächlich im Iran.
Quelle und vollständiger Bericht welt.de
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