Chef der Vatikanbank unter Geldwäsche-Verdacht

Dienstag, 21. September 2010

Sie heißt offiziell "Institut für die religiösen Werke" - doch jetzt gerät die Vatikanbank in den Fokus der Justiz. Laut Agenturberichten ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Chef der päpstlichen Hausbank. Der Verdacht: Geldwäsche.
Rom - Gegen den Chef der Vatikanbank IOR wird wegen Geldwäsche ermittelt. Entsprechende Untersuchungen seien von der Staatsanwaltschaft in Rom gegen Ettore Gotti Tedeschi und einen weiteren Topmanager des Instituts eingeleitet worden. Das berichteten die Nachrichtenagenturen Reuters und AP unter Berufung auf Justizkreise und die italienische Agentur Ansa. Das Büro Tedeschis wollte sich zunächst nicht dazu äußern. In einer ersten Reaktion zeigte sich der Vatikan "überrascht".

 
 Ins Blickfeld der Ermittler gerieten zwei Kontobewegungen, die vom Kontrollorgan der italienischen Nationalbank bereits am 15. September blockiert wurden. Die IOR hatte die Bank Credito Artigiana angewiesen, zwei Überweisungen von insgesamt 23 Millionen Euro an die Banca del Fucino und an die JP Morgan Frankfurt zu tätigen
 
 
Quelle und vollständiger Bericht spiegel.de

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