Kundeneinschätzungen: Hamburger Sparkasse löscht umstrittene Profile

Donnerstag, 11. November 2010

Nach den Enthüllungen des NDR will die Hamburger Sparkasse nicht mehr auf Psychotricks für die Kundenberatung zurückgreifen. Die Bank spricht von einem Missverständnis.
Die Hamburger Sparkasse (Haspa) verzichtet auf die Erhebung psychologischer Kundenprofile. Alle gewonnenen Erkenntnisse würden gelöscht, teilte die Sparkasse am Donnerstag mit. Sie reagierte damit auf Berichte von NDR Info, wonach mit den psychologischen Profilen Versicherungen oder Aktien effektiver verkauft werden sollten. Demnach hatte die größte deutsche Sparkasse ihre Kunden in sieben Typen eingeteilt, darunter „Bewahrer“, „Hedonisten“ oder „Abenteurer“.

Eine Haspa-Sprecherin sagte, die Bank bedauere, „dass es in der öffentlichen Wahrnehmung zu Missverständnissen gekommen ist“. Mit der Methode habe die Bank die Kunden noch besser verstehen wollen. Im Beratungsprozess hätten die Erkenntnisse jedoch „ohnehin nur eine untergeordnete Rolle“ gespielt.

Verbraucherschützer hatten sich über das Vorgehen der Haspa entsetzt gezeigt. Die Kunden sollten offenbar in einer Weise beeinflusst werden, die nicht in ihrem Interesse sei, sagte Edda Castelló von der Hamburger Verbraucherzentrale dem NDR.

Quelle und vollständiger Bericht:  focus.de

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