Urteil: Schwaben bezwingen die Deutsche Bank

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Herbe Niederlage für Deutschlands größtes Kreditinstitut: Weil sie vier oberschwäbische Kommunen bei Swapgeschäften falsch beraten hat, muss sie nun viel Geld in die Hand nehmen – als Entschädigung.
Das Deutsche Bank, muss im Streit mit vier schwäbischen Gemeinden über riskante Finanzgeschäfte Schadenersatz in Höhe von 710 000 Euro leisten. Dies entschied das Stuttgarter Oberlandesgericht am Mittwoch. Der Abwasserzweckverband Mariatal hatte bei Zinsgeschäften über eine halbe Million Euro verloren. Für den späteren Nachmittag wurde die Begründung des Gerichts erwartet.

Das Urteil hatte sich schon nach der mündlichen Verhandlung Ende September angedeutet. Der Zivilsenat hatte damals darauf hingewiesen, dass die Bank Fehler gemacht und ein hochspekulatives Produkt angeboten habe. Die Bank hätte wissen müssen, dass Kommunen nicht mit Steuergeldern spekulieren dürfen. Ein Vergleich scheiterte. Das Oberlandesgericht änderte eine Entscheidung des Landgerichts Ulms ab. Die Richter in Ulm hatten zugunsten der Bank entschieden.

Quelle und vollständiger Bericht: focus.de

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