Visselhövede. Die Masche von zwei jungen Visselhöveder Betrügern ist simpel: Sie schauen in die "Suche" - Kleinanzeigen bei Ebay oder in Elektronik-Foren nach häufig gesuchter Unterhaltungselektronik, beispielsweise hochwertige CD-Player, digitale Spiegelreflexkameras oder Diskjockey-Technik. Wohnte der Interessent am besten südlich der Ruhr, boten die 21 und 23 Jahre alten Visselhöveder die gesuchte Ware an. Dabei lockten sie mit günstigen Preise und "Selbstabholung", um bei dem Interessenten den Eindruck zu wecken, die Ware sei vorhanden. Aber wer fährt schon aus Süddeutschland nach Visselhövede, um dort eine Canon-Spiegelreflex abzuholen? Darauf setzten die pfiffigen Betrüger. Und auf die Leichtsinnigkeit der Käufer, die ohne mit der Wimper zu zucken mehr als tausend Euro überwiesen.
So wartet ein junger Mann aus Wiesloch seit Ende August auf eine Canon 7 D-Spiegelreflexkamera, die der 21-jährige Visselhöveder nie besaß und deshalb auch nicht versenden konnte. 950 Euro hatte der Wieslocher nach Visselhövede überwiesen. Da der Tatverdächtige Hartz IV-Empfänger ist, wickelte er den Betrug über das Konto eines 18-jährigen Bekannten aus Visselhövede ab. "Finanzagenten" nennen die Ermittler diese Helfer, die sich auf diese Weise des Verdachts der strafbaren Geldwäsche verdächtig machen und daher ebenfalls als Beschuldigte auf der Anzeige auftauchen.
- Polizei: Schnäppchen nicht um jeden Preis! -Die beiden Hauptverdächtigen haben schon im Frühjahr eine größere Serie von Taten begangen. Bei der Polizei sind sie geständig und räumen sogar Betrügereien ein, von denen die Beamten noch gar nichts wussten. Teilen die Beamten den so ermittelten Geschädigten mit, dass sie Opfer einer Straftat geworden seien, wiegeln diese ab: Nein, der Anbieter aus Visselhövede habe nur versehentlich an die falsche Adresse geschickt, ihre Ware komme schon an, da solle die Polizei sich nicht sorgen.
Quelle und vollständiger Bericht: presseportal.de



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