Wenn das kein Grund zum feiern ist: Monatelang ermittelten Kriminalbeamte aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfahlen gegen eine Bande von Online-Betrügern, die im großen Stil Online-Banktransaktionen manipulierte, am Freitag dann konnte der Erfolg vermeldet werden. Mehrere mutmaßliche Hintermänner der Bande seien verhaftet worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Die Männer sollen mit Hilfe sogenannter Trojaner-Software die Kontrolle über die Computer ihrer Opfer übernommen und so 1,65 Millionen Euro erbeutet haben. Die Betroffenen bemerkten den Diebstahl meist erst, wenn Sie die Kontoauszüge von ihrer Bank zugeschickt bekamen. Bis dahin verschleierte die Schad-Software alle Online-Transaktionen, fälschte sogar die Online-Kontoübersicht der Betroffenen.
Insgesamt 400.000 PC seien allein in Deutschland von dem Schädling befallen, den die Betrüger nutzten, weltweit seien es 2,5 Millionen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Es handele sich um eines der größten Ermittlungsverfahren wegen Online-Betrugs, das es in Deutschland je gegeben habe, teilten die beteiligten Behörden in Stuttgart und Düsseldorf mit. Um welchen Trojaner es sich dabei handelt, wurde nicht mitgeteilt. Einen Hinweis gibt allerdings der Name der Ermittlungsgruppe: "Katusha". Denn Katusha ist auch der Name einer vergleichsweise wenig verbreiteten Schad-Software, in der alle Zutaten vereint sind, die ein solches Programm für Kriminelle attraktiv machen.
Quelle und vollständiger Bericht: spiegel.de
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