Ferienhäuser: Vorsicht vor Internet-Betrügern

Mittwoch, 16. Februar 2011

In diesen Wochen buchen viele ihren Urlaub im Ferienhaus – vorzugsweise bequem online. Deswegen mahnt der Ferienhausverband zur Vorsicht, denn immer mehr Betrüger tummeln sich im Netz.
„Urlaub nach Maß. Wunderschöne Finca auf Mallorca von Privat zu vermieten“ lautet zum Beispiel der Betreff einer E-Mail, die derzeit tausendfach an mögliche Kunden versendet wird. Doch diesem Angebot mit angeschlossener Website sollte jeder mit großer Skepsis begegnen, warnt der Ferienhausverband VDFA. Der Grund: Es handelt sich um die Offerte eines potenziellen Betrügers. Die Fotos sowie die Angaben zum Feriendomizil wurden von der Internetseite einer Ferienhausagentur, die dem Ferienhausverband angehört, kopiert und unbefugt verwendet.

Schätzungsweise 75 bis 80 Prozent aller Ferienhaus- und wohnungsvermietungen werden mittlerweile online gebucht. Wie oft dabei im Netz betrogen wird, darüber gibt es keine Statistik. Allerdings spricht der VDFA von einer „extrem hohen Dunkelziffer“. Die Täter, so Christina Olboeter-Zorn, Präsidentin des VDFA, wechselten schnell Adressen und Websites. Besonders jetzt in der Hauptbuchungszeit tummeln sich potenzielle Betrüger gerne im Internet, verschicken Mails oder setzen Angebote von schönen Ferienhäusern ins Netz, die es vor Ort so gar nicht gibt. Dazu werden meist Fotos von seriösen Anbietern im Netz geklaut und Angaben zum Feriendomizil kopiert. „Solche Betrügereien schaden nicht nur den Agenturen, sondern leider auch den seriösen privaten Anbietern, die ihr Feriendomizil auf Online-Portale einstellen“, ärgert sich Olboeter-Zorn.

Gesunde Skepsis ist angebracht

User sollten vor allem misstrauisch werden, wenn in der E-Mail bzw. auf der Internet-Site keine Festnetznummer oder nur eine Handynummer angegeben ist. Seriöse Websites haben zudem alle ein Impressum mit vollständiger Adresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Name des Geschäftsführers der Ferienhausagentur, Steuernummer und Handelsregistereintragung. Handelt es sich um einen privaten Vermieter, so dürfen zumindest nicht die Adresse und Festnetznummer fehlen.

Quelle und vollständiger Bericht: focus.de

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